Birsputzete, 9. September 2017

Am Samstag, 9. September haben die acht „Birsstadt-Gemeinden“ gemeinsam zur grossen Birsputzete eingeladen. Der Gemeinderat Felix Berchten begrüsste die 20 Helfer/Innen, die Birsputzete biete zudem die ideale Gelegenheit, um den Lebensraum Birs besser kennen zu lernen und die Gemeinschaft zu pflegen.

 

Unter der Leitung des Revierförsters Fredi Hügi wurde dem Kanal entlang bis zum Heidebrüggli das Ufergebiet von Unrat und Neophyten befreit. Zu finden waren im Wesentlichen Bierflaschen, Alu-Getränkedosen, Petflaschen, Plastikbeutel, Papier etc. In den Bildern die "Jagdtrophäen".....

 

Am Ende des Einsatzes wurde allen Helfer/Innen einen Imbiss im Culinarium bei Fredy Schärmeli von der Einwohnergemeinde Arlesheim offeriert.

 

Im Namen des Vorstandes des Naturschutzvereins Arlesheim bedanken wir uns bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfer. 

 

Weitere Fotos finden auf den Fotogalerie.

 

Rückblick: Glühwürmchen in der Ermitage, Abendexkursion

Die Glühwürmchen Exkursion lockte viele Besucher an, geschätzt 50 bis 60 Leute wollten etwas über die Glühwürmchen erfahren und diesen Tierchen begegnen. Frau Sprecher erzählte mit viel Enthusiasmus von diesen kleinen Tierchen, sodass manch einer, angesteckt vom Interesse an diesen Tierchen, sich vorgenommen hat ein weiteres Mal in der Ermitage nach dem kleinen Käferchen mit seinem geheimnisvolle Laternchen zu suchen. Leider war es relativ kalt, sodass die Tierchen kaum aktiv waren. Aus diesem Grund konnten wir vor allem anfangs nur ein Männchen, welches in die erste Falle gegangen war, begutachten. Die Fallen bestanden aus einem einfachen grünlich leuchtenden LED-Lämpchen, welches das weibliche Leuchten nachahmt und damit Männchen anlockt. Einige geduldigere wurden jedoch belohnt: in der zweiten Falle befanden sich mehr als fünf Männchen und einige konnten danach sogar das Leuchten von Weibchen beobachten (total wurden 3 unterschiedliche Weibchen beobachtet). Hoffen wir, dass diese Käferchen weiterhin fleissig leuchten, sodass sie hier bei uns in der Ermitage weiterhin die Nacht "erhellen" und auch zukünftige Generationen von ihnen fasziniert sein können.

Anna Mösch

Glühwürmchen in der Ermitage, Abendexkursion, 13. Juli 2017

Glühwürmchen respektive Leuchtkäferchen haben etwas Magisches, ihr Leuchten im Dunkeln verzauberte Generationen von Kindern und Erwachsenen. Das kleine Tierchen, welches zu den Käfern gehört, sieht recht unscheinbar aus. Sein bräunliches Kleid und seine Gestalt, welche bei gewissen Arten an ein Würmchen erinnern, zeigen noch nichts von seinem Zauber. Erst wenn es richtig dunkel ist, die Wetterbedingungen stimmen und die Tierchen in Hochzeitslaune sind, zeigen sie ihre besondere Seite: sie fangen an zu leuchten und glimmen.

 

Leider sind diese Tierchen immer seltener geworden. Die Lichtverschmutzung ist heutzutage grösser und die Landschaft ausgeräumter, strukturärmer und artenärmer denn je. Die Verwendung von Herbiziden und Pestiziden, aber auch die Nährstoffanreicherung und somit die Veränderung der Artzusammensetzung ganzer Landschaften setzen ihnen zu.

 

Wer mehr über diese Tierchen erfahren möchte, ihnen vielleicht sogar begegnen möchte und erfahren möchte, wo man sie in Arlesheim antreffen kann, sollte sich den 13. Juli in der Agenda anmerken.

 

Am Donnerstag 13. Juli von 21 bis 23 Uhr findet eine Exkursion mit der Käferexpertin Dr. Eva Sprecher statt. Treffpunkt: Bachrechen, Eingang Ermitage Arlesheim.

 

Anna Mösch

 

Festival der Natur, Abendexkursion, Donnerstag, 18. Mai 2017

Vom 19. bis 21. Mai findet der internationale Tag der Biodiversität statt. Auch der Naturschutzverein Arlesheim machte mit und führte bereits am Donnerstag, 18. Mai 2017, eine Abendexkursion im Asp bei Dornach unter der Leitung von Lukas Howald durch.

 

Die Landwirtschaft bildete bis Ende des 19. Jh. in Dornach die wirtschaftliche Grundlage. Besonders der Obst- und Rebbau waren bedeutend. In den 50er Jahren wurden um Dornach rund 7'000 Obstbäume gezählt, 1973 noch 3'000 Obstbäume. Heute beträgt der Streuobstbestand noch 1'500 Hochstammobstbäumen meistens Kirschbäume. Um diesen Bestand zu sichern, ist die Gemeinde seit 2013, zusammen mit sieben weiteren Gemeinden sowie dem Natur- und Vogelschutzverein Dornach, Teil des Vernetzungsprojektes Dorneckberg. Ziel des Projektes ist es, Wiesen, Weiden, Buntbrachen und Hecken zu schützen sowie die Hochstamm-Bäume für bedrohte Vogelarten zu erhalten und ökologisch aufzuwerten. In diesem Gebiet brütet auch der Gartenrotschwanz regelmässig. Die Männchen tragen ihren Gesang oft einer hohen Warte vor. Dieser Gesang ist, wenn man ihn kennt kaum zu überhören. Der Naturschutzverein Arlesheim freute sich auf viele interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Daniela Villaume

Artenliste
Artenliste vom Asp in Dornach.doc
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Am Donnerstag, 19. Januar 2017 fand der Vortrag von Stephan Siegfried über Namibia statt.

 

 

Das Klima Namibias ist heiss und trocken. Im Lande selbst gibt es keinen Fluss, der ständig Wasser führt; nur Grenzflüsse wie der Kunene, Okavango, Sambesi und Oranje fliessen während des ganzen Jahres. Regen fällt spärlich und gewöhnlich im Südsommer. Der Jahresdurchschnitt für das gesamte Land liegt bei 250 mm, obwohl im Norden und Nordosten höhere Niederschlagsmengen zu verzeichnen sind – bis zu jährlich 600 mm im Caprivizipfel.

 

Die Namibwüste grenzt das Land nach Westen ab. Auf ihren Ebenen erheben sich isolierte Inselberge wie die Spitzkoppe und der Brandberg. Im Osten der Wüste liegt der Steilabbruch des Zentralplateaus, das bei Windhoek eine Höhe von 1 700 m erreicht. Von dort aus senkt sich das Land nach Süden und Osten hin ab, bis es schliesslich die Kalahari erreicht. Nach Norden zu geht das Bergland langsam in eine ausgedehnte Fläche über. In dieser Ebene liegt auch die Etoschapfanne. Die nordöstlichen Gebiete bestehen im westlichen aus Trockenwald.

Wegen dieser sehr unterschiedlichen Lebensräume findet man in Namibia bis zu 660 Vogelarten (Südafrika gibt es 800). Dieser Umstand , verbunden mit der politischen Stabilität des Landes und seiner ausgezeichneten verkehrstechnischen und touristischen Infrastruktur, macht Namibia ohne Zweifel zum besten Reiseziel für Vogelbeobachtungen im südlichen Afrika.

Stephan Siegfried

 

Waldkauznistkasten

Der Waldkauz ist unsere häufigste Eulenart. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man den Gesang hören. Das Stimmrepertoire ist recht gross, ein lautes ku-it hört man das Jahr über viel regelmässiger als den schaurig-schönen Gesang. Unser Ehrenmitglied Markus Belzung hat ein Waldkauznistkasten dem Naturschutzverein gesponsert. Dieser wurde am 22. November 2016 durch den Förster Fredi Hügi im Meiertum aufgehängt.

22. Baselbieter Naturschutztag, 29. Oktober 2016, Pflegeeinsatz im Steinbruch Arlesheim

Im ehemaligen Steinbruch befindet sich knapp ein 3,5 ha grosses kantonales Naturschutzgebiet. Dieses kleinräumige Mosaik aus Flaum-eichenwald, Felsen, Magerwiese und den künstlich angelegten Weihern bietet dieses abwechslungsreiche Kleinod seltenen Tierarten einen wertvollen Lebensraum. Diese Flächen müssen auch immer wieder regelmässig gepflegt werden. Das Schnittgut bei den Weihern und der Wiese wurde zusammen genommen, Sträucher geschnitten sowie einige Neophyten gejätet. Gerade für Familien mit Kindern war dieser Vormittag ein wunderbares Natur-Erlebnis.

 

 

Nach getaner Arbeit erwartete uns im Pulverhüsli ein feines Mittagessen, welches von unserer Küchencrew vorbereitet wurde. Das Znüni und das Mittagessen inkl. Getränke wurde von der Gemeinde Arlesheim und das Dessertbuffet von der Jagdgesellschaft Arlesheim gestiftet. Die Bürgergemeinde Arlesheim stellte das Pulverhüsli für diesen Anlass unentgeltlich zur Verfügung.

 

Der Naturschutzverein bedankt sich bei den zahlreichen Helfer/Innen Hände sowie den gelungenen und geselligen Samstagvormittag! 

Jagd von heute und morgen

Am Freitag, 16. September 2016 fand die Abendexkursion unter der Leitung von Sandra Belzung statt.

 

Jagen bedeutet heute mehr denn je, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Es gibt dabei vielfältige und zum Teil verschiedene Interessen und Forderungen von Natur- und Tierschutz, Land- und Forstwirtschaft. Auch die Bevölkerung mit ihren Freizeitansprüchen muss bei der Jagd berücksichtigt werden.

 

Wir konnten bei dieser Abendexkursion, welche Sandra Belzung, Jägerin der Jagdgesellschaft Arlesheim leitete, viel Wissenswertes und Spannendes über die Jagd erfahren. Unter anderem berichtete sie über das Vorkommen des Luchses im Baselbiet, insbesondere im Revier Arlesheim, und über das Verhalten seiner Beutetiere.

 

 

Im Anschluss an die Exkursion offerierte die Jagdgesellschaft Arlesheim einen Apéro.

Forstliche Exkursion – Warum nutzt man den Wald – Forstnutzung im Naturschutzgebiet

Am Freitag, 17. Juni 2016 organisierte der Naturschutzverein Arlesheim eine Forstliche Exkursion unter der Leitung des Försters Fredi Hügi.

 

Der Wald erbringt vielfältige Leistungen: Er bietet Schutz vor Naturgefahren, er liefert Holz und reguliert das Klima, er ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und ist ein beliebter Ort für Erholungssuchende. Der Wald trägt auch grundlegend zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und Biodiversität bei. Bei dieser Exkursion gehen wir den Fragen nach; Waldnutzung im Naturschutzgebiet, wie schafft man neue Lebensräume für die verschiedenen Tierarten. Was sind die Ziele des Nutz- und Schutzprogrammes sowie eine standortgerechte Baumwahl und ein lichter Wald.

Wussten Sie, dass über die Hälfte der bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten im Wald leben? In den Baselbieter Wäldern sind dank naturfreundlicher Nutzung und Düngerverbot weit weniger Tier- und Pflanzenarten ausgestorben als auf den Äckern, Wiesen und in überbauten Gebieten. Nicht nur totes Holz ist für die Artenvielfalt im Wald von grosser Bedeutung. Altholzinseln sind eine Ergänzung zu den Naturwaldreservaten. Totes Holz wird durch eine Vielzahl von Organismen genutzt. Zahlreiche höhlenbrütende Vögel sind auf Baumhöhlen angewiesen, wie zum Beispiel die Hohltaube, der Kleiber, der Trauerschnäpper, Waldkauz etc. Viele weitere Tier- und Pflanzenarten leben auf alten oder absterbenden Bäumen. Wenn solche Habitatsbäume fehlen, finden die Höhlenbrüter keine geeignete Kinderstube für ihren Nachwuchs.

Festival der Natur; Naturerlebnis auf der Renggersmatt

Am Wochenende 21. und 22. Mai 2016 fand der internationale Tag der Biodiversität statt. Auch der Naturschutzverein Arlesheim machte und war auf dem Biobetrieb der Familie Karlen auf der Renggersmatt.

 

 

Mit einem geführten Rundgang zeigten Martin und Brigitte Karlen wie mit diversen Kleinstrukturen Lebensnetze für die Natur geschaffen werden können. Denn die Biodiversität nimmt auch in der Schweiz in Besorgnis erregendem Ausmass ab. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht. Die am meisten gefährdeten Arten leben in mageren Wiesen und Weiden sowie in Auen und Mooren. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt geht auch die genetische Vielfalt verloren. Zerstörung, Übernutzung und Verschmutzung natürlicher Lebensräume sind die massgeblichen Ursachen des Rückganges. Mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention hat sich die Schweiz verpflichtet den Rückgang bedrohter Tier- und Pflanzenarten im eigenen Land zu stoppen. Gepflegte Ökoflächen sollen dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen.