Forstliche Exkursion – Warum nutzt man den Wald – Forstnutzung im Naturschutzgebiet

Am Freitag, 17. Juni 2016 organisierte der Naturschutzverein Arlesheim eine Forstliche Exkursion unter der Leitung des Försters Fredi Hügi.

 

Der Wald erbringt vielfältige Leistungen: Er bietet Schutz vor Naturgefahren, er liefert Holz und reguliert das Klima, er ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und ist ein beliebter Ort für Erholungssuchende. Der Wald trägt auch grundlegend zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und Biodiversität bei. Bei dieser Exkursion gehen wir den Fragen nach; Waldnutzung im Naturschutzgebiet, wie schafft man neue Lebensräume für die verschiedenen Tierarten. Was sind die Ziele des Nutz- und Schutzprogrammes sowie eine standortgerechte Baumwahl und ein lichter Wald.

Wussten Sie, dass über die Hälfte der bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten im Wald leben? In den Baselbieter Wäldern sind dank naturfreundlicher Nutzung und Düngerverbot weit weniger Tier- und Pflanzenarten ausgestorben als auf den Äckern, Wiesen und in überbauten Gebieten. Nicht nur totes Holz ist für die Artenvielfalt im Wald von grosser Bedeutung. Altholzinseln sind eine Ergänzung zu den Naturwaldreservaten. Totes Holz wird durch eine Vielzahl von Organismen genutzt. Zahlreiche höhlenbrütende Vögel sind auf Baumhöhlen angewiesen, wie zum Beispiel die Hohltaube, der Kleiber, der Trauerschnäpper, Waldkauz etc. Viele weitere Tier- und Pflanzenarten leben auf alten oder absterbenden Bäumen. Wenn solche Habitatsbäume fehlen, finden die Höhlenbrüter keine geeignete Kinderstube für ihren Nachwuchs.

Festival der Natur; Naturerlebnis auf der Renggersmatt

Am Wochenende 21. und 22. Mai 2016 fand der internationale Tag der Biodiversität statt. Auch der Naturschutzverein Arlesheim machte und war auf dem Biobetrieb der Familie Karlen auf der Renggersmatt.

 

 

Mit einem geführten Rundgang zeigten Martin und Brigitte Karlen wie mit diversen Kleinstrukturen Lebensnetze für die Natur geschaffen werden können. Denn die Biodiversität nimmt auch in der Schweiz in Besorgnis erregendem Ausmass ab. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht. Die am meisten gefährdeten Arten leben in mageren Wiesen und Weiden sowie in Auen und Mooren. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt geht auch die genetische Vielfalt verloren. Zerstörung, Übernutzung und Verschmutzung natürlicher Lebensräume sind die massgeblichen Ursachen des Rückganges. Mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention hat sich die Schweiz verpflichtet den Rückgang bedrohter Tier- und Pflanzenarten im eigenen Land zu stoppen. Gepflegte Ökoflächen sollen dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen.

Zwei Speierlinge gepflanzt

Zum 25jährigen Jubiläum hat unser Gründungs-, Ehrenmitglied und ehem. Präsident des Naturschutzvereins Christian Schmassmann zwei Speierlinge gesponsert und gepflanzt.

 

Speierling, Sorbus domestica. Der Speierling ist fast in Vergessenheit geraten und auf der Alpennordseite sehr selten geworden. Jetzt wurde der Speierling wieder entdeckt. Sein Holz ist ausserordentlich wertvoll und seine Früchte waren früher zur Klärung von Most oder zum Brand von Schnaps begehrt. Der Speierling kann auf den ersten Blick leicht mit der Vogelbeere verwechselt werden. Im Winter wird er oft auch für eine Eich gehalten.